Dummy-F-Seminar mit Angelika Theuerkauf

Petra und Duke, Silke mit Venco sowie Dylan und ich haben uns wieder einmal zu einem Seminar bei Angelika Theuerkauf nach Much aufgemacht. Dabei handelte es sich um ein Dummy-F-Seminar, welches uns mit zahlreichen Ideen sowie professionellen Anleitungen für unseren weiteren Trainingsaufbau versorgt hat.

Aufgrund des doch sehr bescheidenen Wetters, welches uns den ganzen Tag begleitet hat, habe ich es vorgezogen, mich ganz auf meinen Hund und die anstehenden Herausforderungen zu konzentrieren und deshalb leider kein Bildmaterial von Angelikas abwechslungsreichem Revier sowie den interessanten und anspruchsvollen Aufgabenstellungen zustande gebracht.

Nachdem Angelika zu Beginn den Teilnehmern einen kurzen Anriss über die folgenden Seminarinhalte gab, wurde relativ schnell klar, dass ein Schwerpunkt das Einweisen in den verschiedensten Variationen werden würde.

Für die erste Trainingssequenz begaben wir uns in ein Waldgebiet an dessen Grenze zu einer Wiese die ersten 8 Dummies für die Hunde sichtig ausgelegt wurden. Von dort ging es dann in gerader Linie über eine leichte Kuppe hangabwärts durch den Wald. Nach etwa 60-70m wurde der erste Zwischenstopp eingelegt und alle Hunde nacheinander auf die Dummies „Voran“ geschickt. Im zweiten Schritt wurde auf halber Distanz zum ersten Fallbereich ein weiterer eröffnet, in dem wieder sichtig 8 Dummies ausgelegt wurden. Parallel dazu wurde auch der erste Fallbereich für die Hunde nicht sichtig wieder mit Leben, sprich mit 8 Dummies, gefüllt. Die Aufgabe bestand jetzt darin, alle Hunde auf den näheren Fallbereich einzuweisen und im Anschluss daran über die alten Fallstellen hinweg auf den ersten Fallbereich „Voran“ zu schicken. Hundeabhängig wurde diese Herausforderung entweder durch „pushen“ oder beim leicht verunsicherten Hund durch einen Zwischenstopp im alten Fallbereich und ein anschließendes Weiterschicken mit „Back“ gelöst. Als abschließende Steigerung wurde der Startpunkt noch einmal um ca. 30m nach hinten verlegt und die Fallbereiche in 30m bzw. 60m Entfernung für die Hunde sichtig mit Dummies bestückt – der Fallbereich an der Waldgrenze erneut nicht sichtig. Nacheinander wurde dann der jeweils nächstgelegene Fallbereich, wie zuvor beschrieben, von allen Hunden abgearbeitet. Hundeabhängig konnte die letzte Distanz (ca. 100m) entsprechend verkürzt werden. Als zusätzliche Hilfe stand ein Helfer an der Waldgrenze, der den verunsicherten Hund mit Geräusch in den entsprechenden Zielbereich locken sollte. Bei dieser Anforderung wurde insbesondere bei den noch jungen Hunden die momentanen Grenzen aufgezeigt. Um aber auch über die längste Distanz trotz alter Fallstellen einen positiven Abschluss für alle Hunde zu erhalten, wurden aus ca. 30-35m Entfernung für alle Hunde sichtig im Fallbereich an der Waldgrenze noch einmal 8 Dummies ausgelegt. Hundeabhängig konnte jeder HF dann entscheiden, aus welcher Entfernung zwischen 70-100m er seinen Hund auf besagte Stelle „Voran“ schicken wollte.

In der zweiten Trainingssequenz wurde sich über beschossene „Half-Blinds“ und beschossene „Blinds“ an die Erarbeitung eines reinen „Blinds“ gemacht.
Dazu wurde im ersten Schritt in ca. 35m Entfernung hinter einem Holzstapel für den arbeitenden Hund sichtig ein Dummy ausgelegt und beschossen. Nachdem dieses Dummy gearbeitet wurde, wurde der Fallbereich ausschließlich beschossen und der Hund auf das für ihn nicht sichtig ausgelegte Dummy geschickt.
Zur Prüfung, ob der Hund das Gelernte auch beherrscht, wurde im zweiten Schritt an anderer Stelle wieder in ca. 35m Entfernung ein für den Hund nicht sichtig ausgelegtes Dummy beschossen, auf welches der Hund dann eingewiesen wurde. Als letzte Aufgabe vor der Mittagspause wurde an gleicher Stelle für den arbeitenden Hund ein Dummy nicht sichtig ausgelegt. Im 90°-Winkel dazu fiel in ca. 30m Entfernung eine Markierung im Wald. Der Hund sollte erst auf das „Half-Blind“ eingewiesen werden und anschließend dann das „Memory“ arbeiten.

Nach der Mittagspause stand dann das erste reine „Blind“ an. Die Hunde sollten über eine Distanz von ca. 25-30m auf einen natürlichen Fixpunkt, um den herum zuvor 3 Dummies ausgelegt wurden, eingewiesen werden. Auf halber Strecke musste zusätzlich noch ein abgebrochener Ast übersprungen werden. Bis auf wenige Ausnahmen erreichte auch hier das Gros der Teilnehmer mit seinen Hunden seine Grenzen – wurde aber umgehend mit individuellen Tipps und Lösungsansätzen versorgt, um entsprechende Aufgabenstellungen sicher aufzubauen und zu trainieren.

Bevor es dann in den Bereich der Doppelmarkierungen ging, verdeutlichte Angelika allen Teilnehmern noch einmal, wie wichtig es sei, sich mit seinem Hund auch einmal auf Neuland zu begeben, um so mögliche Grenzen und Unsicherheiten aufzudecken. Noch wichtiger sei allerdings dann, die entstandenen Probleme positiv aufzulösen und den Hund mit entsprechender Unterstützung zu einem positiven Abschluss zu bringen.

Für die dritte und abschließende Trainingssequenz führten wir dann einen Standortwechsel durch. Wir begaben uns dafür an den Rand einer Senke. In der Senke und am gegenüberliegenden Hang stand jeweils ein Helfer. Im ersten Teil dieses Abschnittes ging es darum eine Doppelmarkierung in gerader Linie aufzubauen. Dazu wurden von jedem Hund beide Markierungen nacheinander einzeln gearbeitet. Anschließend dann als Doppelmarkierung, wobei die kurze (ca. 30m) vor der langen (ca. 60m) fiel und auch als erstes gearbeitet werden sollte.
Im zweiten Abschnitt wurde dann nach dem gleichen Schema eine Doppelmarkierung im 50°-Winkel aufgebaut und gearbeitet.

Am Seminarende gab es dann noch einen Walk-up mit allen Hunden aus dem heraus jeder Hund noch zwei Markierungen arbeiten konnte.

Trotz der widrigen Wetterverhältnisse bleibt festzuhalten, dass dies wieder einmal ein toller Seminartag mit ausgesprochen netten Teilnehmern und einer wie immer gut vorbereiteten, ideenreichen Angelika war.
Ich persönlich freue mich jetzt schon auf drei Tage Klaukenhof im Mai.
Petra Bröker / Oliver Wischmann | Kantor-Kaiser-Str. 6 | 49565 Bramsche | 0 54 61 - 6 26 36
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